Spielzeit 2016

Die Besser Bühne präsentierte 2016:

Neurosige Zeiten

Eine "Irre" Komödie in drei Akten von Winnie Abel

Fallakte 1.4.b Offene Wohngruppe Besse Abschlussbericht

November 2016 – Abschlussbericht zur  Psychiatrie Besse…

die Wohngruppenräume sind verwaist, über dem Sicherungskasten hat eine eifrige Spinne ein Netz gewoben und der Türrahmen weist eindeutige Spuren von Staub auf… Hans wäre entsetzt… die WG-Zimmer sind alle still und verlassen, die letzten Farbspritzer an der Wand von Desiree sind eingetrocknet und auf dem Beate Uhse Herbstsortiment unter Agnes Bett haben Wollmäuse eine letzte Ruhestätte gefunden. Stille liegt über der Wohngruppe. Der letzte Duft von Nussmakronen ist durch undichte Fenster entwichen… ausgezogen sind sie, meine Patienten, ausgezogen… nach Mallorca mussten sie ja, zu diesem Hardy Hammer in die Finca…. Gott was ein Durcheinander am Tag des Abschieds. Desiree stolperte mit ihrer Staffelei über die Kiste mit den Backzutaten von Marianne, dabei platzte eine der Mehltüten, hüllte Wwwwwilli in eine weiße Staubwolke, was Hans zu einem Putzanfall epischen Ausmaßes verleitete, während Agnes die Umzugshelfer abarbeitete….begleitet von Hr. Hammer auf dem Akkordeon…hollahi ….hollaho……

Unser Psychotherapeut Rolf Waldorf wurde aufgrund fehlender Patienten nicht mehr benötigt…so ganz sicher war ich mir bei seiner fachlichen Qualifikation eh nicht….er arbeitet jetzt als Kulturdezernent in Berlin….Angela soll sehr schöne kleine Teppiche herstellen….Frau Cecile Adolon hat ihr Hobby zum Beruf gemacht, die Eröffnung ihres neuen Etablissements „Sternschnuppe Berlin“ soll ein voller Erfolg gewesen sein. Herr Stutzke von der BILD galt vier Tage als verschollen…..

Ich habe am Abend des 05. November 2016 dem Betreuungsrichter Herrn Dr. Brustbeutel mitgeteilt, dass die Grundlage für eine Zwangsunterbringung der Patientinnen Agnes und Marianne nicht mehr gegeben war, ein herber Rückschlag in meiner sonst so glänzenden Karriere…..diese traurige Begebenheit veranlasste mich zur Aufnahme einer nicht geringen Menge klarer Spirituosen, welche meine Zurechnungsfähigkeit und mein logisches Denken erheblich beeinträchtigte….anders kann ich mir das nicht erklären, dass sich in meiner Handtasche ein Flugticket nach Palma de Mallorca befindet….ob sich meine kleine Rasselbande freut….hm…immerhin sind sie meine Wohngrrrrrruppe….ach ihr gut gebauten Spanier…..Schanzi kooommt….

Schade, schon wieder vorbei

Wir sagen Danke einem wieder einmal begeisterten Publikum, dass uns ihre Wertschätzung in ungezählten Lachern und viel, viel Applaus entgegengebracht hat. Es waren wieder tolle Theatertage in denen wir Sie in unsere Wohngruppe der Psychatrie Besse mitnehmen konnten. Es hat uns so unendlich viel Spaß gemacht, für Sie zu spielen. Wir freuen uns auf´s nächste Jahr. Hoffentlich sind Sie alle wieder dabei.

Danke auch den vielen Helfern im Service, Küche, Theke, Bauteam und natürlich unseren "Brezel-Kindern". Alle haben einen hervorragenen Job gemacht. Ein letzter Dank geht an unsere Sponsoren, die Zahnärzte Drunk-Brinkmann, Lora Gebäudereinigung und Hausschlachterei Frank Döring für ihre Spenden.

Und die Besucher des letzten Theaterabends hatten dann noch das Glück, einem spontanem Konzert von Hardy Hammer beiwohnen zu dürfen. Mit alten Volksweisen konnte er auch den letzten Besucher aus dem Stuhl holen.

Die Bilder

Zum Inhalt

Wie empfängt man Besuch in einer Irrenanstalt, ohne dass der Besuch merkt, dass er in einer Irrenanstalt ist? Vor dieser Herausforderung steht Agnes Adolon, Tochter einer reichen Hoteldynastie. Denn ihre Mutter meldet spontan Besuch an – nur dass diese davon ausgeht, Agnes residiere in einer Villa und nicht in der Klapse. Kurzerhand sollen die Mitbewohner aus Agnes skurriler Psychiatrie-Wohngruppe nun versuchen, wie ganz normale Menschen zu wirken und das wahnwitzige Verwechslungsspiel nimmt seinen Lauf: Der zwangsneurotische Hans muss den langjährigen Lebenspartner mimen, die wahnhafte Marianne wird als Haushälterin ausgegeben, die manisch-depressive Künstlerin Desirée wird zur Freundin des Hauses erklärt und der menschenscheue Willi soll den ganz normalen Hausmeister spielen – ein Vorhaben, das nach hinten losgehen muss. Doch als dann auch noch immer mehr ungebetener Besuch in der Wohngruppe auftaucht, Agnes Mutter die Psychiaterin in Gewahrsam nimmt und dann sogar selbst in der Zwangsjacke landet, läuft das verrückte Verwechslungsspiel völlig aus dem Ruder.


Termine und Berichte

Die nächsten Termine

05.09.2017, 19:00 – 20:00 Vorverkauf 2017
27.10.2017, 20:00 1. Theaterabend 2017
28.10.2017, 20:00 2. Theaterabend 2017
29.10.2017, 16:00 3. Theaterabend 2017
03.11.2017, 20:00 4. Theaterabend 2017
04.11.2017, 20:00 5. Theaterabend 2017